Zakynthos befindet sich im Westen des griechischen Festlandes. Sie ist die südlichste Insel der sogenannten Ionischen Insel. Diese Inselgruppe grenzt im Norden an Albanien und erstreckt sich bis in den Süden zum Peloponnes entlang der westlichen Küste Griechenlands. Mit über 400 Quadratkilometern ist die drittgrößte ionische Insel und schafft es auf Platz zehn der größten Inseln Griechenlands. Seit dem Jahr 2010 – dem Jahr der griechischen Verwaltungsreform – wurden die ehemaligen sechs Gemeinden Zakynthos wie auch die unbewohnten Strofadeninseln zu einem Verwaltungsbezirk zusammengeschlossen. Der Regionalbezirk Zakynthos hat seinen Verwaltungssitz in der gleichnamigen
Stadt Zakynthos, welche als sogenannter Zentralort „Chora“ fungiert.
Anreise und Verkehr Zakynthos zählt zu den wichtigsten Tourismusorten in ganz Griechenland. Durch seine Bedeutsamkeit für die Wirtschaft und auch aufgrund ihrer relativen Größe kann man die Insel problemlos bereisen. So ist der Flughafen Zakynthos in der Hauptsaison mit Charterflügen direkt erreichbar.
Linienflüge bestehen nur zwischen den Flughäfen
Athen und
Zakynthos. Neben der Anreise mit dem Flugzeug gibt es auch gute Möglichkeiten die Insel mit
Fähren zu erreichen. Vom Festland aus ist die Insel vom
Kyllini-Hafen in
Peloponnes erreichbar, darüber hinaus gibt es in der Sommersaison auch
Fährverbindungen nach
Kefalonia. Bei diesen Fähren handelt es sich um große Autofähren, wodurch es auch eine Überlegung wert ist,
Zakynthos mit dem Auto zu bereisen. Ist man einmal auf der Insel angekommen, kann man das gut ausgebaute Straßennetz nutzen. Lediglich die gebirgigen Regionen sollte man von Fachmännern befahren lassen, da einige Straßen nicht mit Leitplanken abgesichert sind. Wer das
Ferienhaus auf Zakynthos für einen Ausflug oder ähnliches verlassen will, kann hervorragend auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen. Mit dem Bus sind sämtliche Ortschaften schnell und problemlos zu erreichen.
Geschichte Die Insel Zakynthos kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Bereits die Neandertaler bewohnten vor über 100.000 Jahren die Insel, was durch Fundstücke wie Pfeilspitzen und andere Werkzeuge belegt werden kann. Mit dem Aufkommen des Homo sapiens erfolgte auch schnell die Besiedlung der Insel durch den modernen Menschen. „Hyria“ war der Name des Eilands in der Antike. Bereits in dieser Ära war Zakynthos ein wichtiger strategischer Landespunkt, von welchem aus Kriege und Kolonialisierungen stattfanden. Bis in die Moderne wurde Zakynthos immer wieder in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt und wechselte häufig die Regenschaft. Zu den bedeutsamsten Besatzungsmächten gehörten die Spartaner, die Makedonier, die Römer, es folgten die Venezianer, die Franzosen zu Zeiten Napoleons, die Briten im 19. Jahrhundert und sogar die deutschen Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg. Neben kriegerischen Auseinandersetzungen im Zuge von Besatzungen und Unabhängigkeitsaufständen war Zakynthos auch häufig Schauplatz von Umweltkatastrophen. Durch seine geographische Lage kam es häufig zu Erdbeben, das letzte große Erdbeben ereignete sich Mitte der 1950er Jahre.
Klima Das Eiland liegt in der sogenannten mediterranen Klimazone. Dadurch herrscht hier in den Sommermonaten bestes Wetter für ausgiebige Strandausflüge, sportliche Aktivitäten im Wasser und zu Land und auch für Sightseeingtouren kann man auf trockenes und mildes Wetter vertrauen. Erst im Winter wird es relativ kalt auf der Insel und es beginnt die Regensaison der Insel. In dieser Zeit kommt es zu vergleichsweise hohen Niederschlagsmengen, wodurch die Flora der Insel sehr üppig ist.
Flora und Fauna Zakynthos war den Venezianern als „Blume des Ostens“ bekannt. Ihre einzigartigen Landschaften und ihre besondere Flora und Fauna ergeben zusammen ihren besonderen Charme. Geologisch kann man die Insel grob in zwei unterschiedliche Landzüge unterteilen. Während der Nordosten durch ein Gebirge geprägt ist – der höchste Berg ist der
Vrachionas mit über 750 Metern Höhe – ist der Südwesten eher eben mit kleinen Hügellandschaften. Vor allem die südliche Spitze ist durch die bekannte
Bucht von Laganas geprägt. Diese wird östlich und westlich durch zwei Halbinseln eingegrenzt. Die Küstenabschnitte des Nordostens erstaunen durch ihr steiles Gefälle in das Meer. Im Süden hingegen sind die Küstenregionen nur selten hügelig und es gibt wunderschöne Strände und Buchten zu entdecken. Einen
Strandurlaub auf Zakynthos sollte man unbedingt südwestlich der Insel verbringen. Auch durch viele kleinere Inseln ist das Landschaftsbild von Zakynthos geprägt. Diese liegen entlang der gesamten Küste der Insel und können aufgrund ihrer geringen Entfernung zur „Hauptinsel“ von der Küstenregion aus bewundert werden.
Marathonisi ist eine der besonderen Inseln vor der Küste von Zakynthos. Sie befindet sich bei der
Laganas-Bucht. Zwei Riffe und ein langer Sandstrand, der weit ins Meer hineinragt lassen die Insel optisch an eine Schildkröte erinnern. Daher hat sie auch den Namen „
Schildkröteninsel“ erhalten. Dieser lange Strand wird auch von der seltenen Meeresschildkröte der „unechten Karettschildkröte“ als Nistplatz genutzt. Diese vom Aussterben bedrohte Schildkröte steht unter Naturschutz und nutzt viele Strände der Insel als Nistplatz. Dadurch ist sie auch ein inoffizielles Wahrzeichen der Insel geworden. Überall auf der Insel kann man Souvenirs mit den niedlichen Inselbewohnern erwerben. Einige Inselbewohner bieten auch spezielle
Schildkrötentouren an, welche die Sichtung der Tiere garantieren. Doch ist es gar nicht so unwahrscheinlich beim Schwimmen oder Tauchen auf einmal eine Seeschildkröte neben sich schwimmen zu sehen.
Sehenswürdigkeiten Die meisten Sehenswürdigkeiten der Insel befinden sich in der gleichnamigen Hauptstadt
Zakynthos im Osten des Eilandes. Neben der eindrucksvollen Architektur gibt es hier viele historische Bauwerke, zu den bedeutsamsten gehören viele orthodoxe Kirchen – wie beispielsweise die
Panagia Faneromeni – und auch die römisch-katholischen Kirchenbauwerke. Daneben sollte man unbedingt die
venezianische Zitadelle aufsuchen. Dieses altertümliche Bauwerk thront auf einem Hügel in der Innenstadt. Der Einfluss der Venezianer lässt sich überall in der Stadt entdecken und bietet einen guten Eindruck der bewegten Geschichte von Zakynthos. Daneben bietet sich die Stadt auch für ausgiebiges Flanieren durch die Gassen an und für Entdeckungsreisen der Kulinarik der Insel.
Naturfreunde sollten sich an die Westküste begeben. Diese bietet sich auch für einen
Aktivurlaub auf Zakynthos an. Man kann hier durch die hügelige Landschaft wandern gehen, Mountainbike fahren oder einfach nur bei einem Spaziergang die Natur genießen. In der Nähe der Westküste befindet sich auch das berühmte Schiffswrack in der
Navagio-Bucht. Diese Navagio Bucht ist den Bewohnern der Inseln als
Schmugglerbucht bekannt. Hier befindet sich das bekannte
Panagiotis-Schiffswrack, welches in den 1980er strandete. Das Schiff wurde von der Küstenwache verfolgt und geriet bei stürmischer See in Seenot. Die Verfolgung wurde aufgenommen, da das Schiff Schmugglergüter geladen hatte, welche illegal nach Zakynthos gebracht werden sollten.
Zu Lande kann man entlang der Westküste viele kleine Ortschaften besuchen oder altertümliche Klöster besichtigen. Die wichtigsten Orte sind
Porto Vromi, Kambi, Limnionas, Kambi, Exo Chora und
Anafonitria. In
Anafonitria befindet sich auch eine Aussichtsplattform von der aus man einen guten Blick über das Meer, die Küste und auch auf das Schiffswrack hat. Im Südwesten kann man noch das kleine Fischerdorf Keri besuchen. Dieses liegt direkt an einer Steilküste und vom Leuchtturm des Dorfes – dem
Faros Keriou – aus kann man einen atemberaubenden Blick über das Mittelmeer und die bekannten
Mizithres-Felsen erhaschen.
Alykanas bietet vor allem einen schönen Sandstrand – hier gibt es attraktive Ferienunterkünfte. Wer es besonders ruhig mag, sollte sich das kleine Dorf
Askos ansehen, ganz im Norden liegt diese Siedlung mit fantastischem Blick aufs Meer.
Ein weiteres Naturschauspiel bieten die blauen Grotten beim
Kap Skinari - „
Galazia Spilea“ - welche mit kleinen Booten besichtigt werden können. In diesen Buchten reflektiert das Meerwasser seine blaue Farbe, wodurch sich ein wunderschönes, einzigartiges Bild ergibt.