Anreise
Eigener PKW und Fähre Italien - Patras, Fahrt von Patras zum Südwestpeloponnes ca. 3,5 Stunden.
Flug nach Athen, Fahrt zum Südwestpeloponnes ca. 4 Stunden.
Flug nach Kalamata, Fahrt zu den Ferienhäusern ca. 0,5 bis 1 Stunde.
Flug nach Araxos, Fahrt zum Südwestpeloponnes ca. 3,5 Stunden.
Sehenwerte Orte auf dem Südwestpeloponnes
An dieser Stelle haben wir Ihnen Anregungen und Tipps zusammengestellt, was Sie in Ihrem Ferienhausurlaub auf dem Südwestpeloponnes alles unternehmen bzw. besichtigen können.
Südwestpeloponnes – Messinien: Nestors gesegnetes Heimatland
Der südwestliche Finger des Peloponnes, die Halbinsel Pilia, begrenzt im Osten vom westlichen Bergrücken des Taygetos und Kalamata, östlich vom Messinischen Golf und westlich vom Ionischen Meer umspült, erstreckt sich bis hin nach Kyparissia an der westlichen Küste und heißt Messinien. Eine sehr grüne, hügelige, sanfte Landschaft mit schönen, weitläufigen Sandstränden und kleinen, direkt am Meer gelegenen Ortschaften. Ein ideales Gebiet für Sonnenanbeter, Strand- und Badebegeisterte. Ein Agrar- und Bauernland, im Vergleich mit anderen Ecken Griechenlands ein fruchtbarer Garten. Die besten Oliven wachsen hier in der messinischen Ebene, sie sind groß und länglich, von dunkelvioletter Farbe und kräftigem Geschmack. Mehr als 1000 Jahre lebt ein Olivenbaum – die wichtigste Kulturpflanze des Mittelmeerraumes. Sinnbild für Fruchtbarkeit und Glück, ihr Zweig der Kranz der Sieger und Zeichen des Friedens in der Antike.
Kalamata
Die
Hauptstadt Messiniens mit ca. 50.000 Einwohnern, einer lebhaften Promenade und kilometerlangem Strand ist der
zweitgrößte Hafen des Peloponnes. An der riesigen Bucht von Messinien gelegen, eine lebendige, sonnendurchflutete Stadt. Im oberen Teil der Stadt liegt die
Altstadt mit ihrer imposanten Kathedrale und dem Frauenkloster, wo bis heute Seidenstoffe hergestellt werden, die in den Geschäften der Stadt verkauft werden. Etwas oberhalb der Altstadt thront die aus dem
13. Jhdt. stammende Burg aus fränkischer Zeit, die heute als öffentliche Anlage eingerichtet ist. In den Sommermonaten finden hier Ballett-, Theater-, Folklore- und Musikaufführungen auch internationaler Interpreten statt. Hier oben an deren Stelle befand laut Homers Schrift sich die
antike Siedlung Farai (Pherai) .
Messini – Messene (Ithomi)
Das heutige Städtchen Messini einige Kilometer westlich des Kalamata-Flughafens ist eher unspektakulär. Einige Kilometer nördlich davon durch die fruchtbare Messinische Ebene und durch das Dorf Neochori kommt man zu den
Ruinen vom antiken Messene oder auch Ithomi, benannt nach dem gleichnamigen Berg. Die Geschichte der Stadt geht in die frühe antike Zeit zurück. In den Zeiten um
750 und 650 v. Chr. wird der Name in den ersten
Messinischen Kriegen erwähnt. In den darauffolgenden Jahrhunderten wurde die Stadt mehrmals durch die Spartaner verwüstet und die Einwohner vertrieben. Der
Thebaner Epapinondas gründete hier um
370 v. Chr. die neue Hauptstadt der Messenier und nannte sie Messene. Sehenswert sind zunächst die
Stadtmauern, im Bereich des arkadischen Tores
das Museum, der
Aufstieg auf den Ithome-Berg einst mit der Akropolis, an deren Stelle heute das
Vourkanokloster steht, ist emphehlenswert. Das 300 m südlich des Dorfes gelegene
Asklepieion, das noch lange Zeit für die Agora von Messene gehalten wurde, ist allemal einen Besuch wert. Es ist ein quadratischer Hof von 56,50 x 48,50 m Seitenlänge, umgeben von Säulen und Gebäuden. Der
Tempel wurde erst in den 60er Jahren von Orlandos entdeckt und stammt aus späthellenistischer Zeit, jedoch mit Baumaterial aus dem 4. Jhdt. vor Chr. errichtet. Nördlich davon liegt ein
kleines Theater und eine Bibliothek.
Koroni
Am westlichen Eingang des Messinischen Golfes, ca. 55 km von Kalamata entfernt, an der östlichen Küste der Pilia-Halbinsel gelegenes Städtchen mit malerischen Gäßchen und Treppen. Die Geschichte der Stadt geht in die antike Zeit zurück, als hier die
Stadt Rhion lag. Gegen Ende des Altertums sind Einwohner des
antiken Korone, aus dem heutigen Petalidion, hierher
übergesiedelt und gaben der Stadt den heutigen Namen. Die antike Siedlung lag oberhalb des Hafens, auf dem
heutigen Hochplateau der Kastro (Burg) . Im Jahre
1200 n. Chr. wurde die Stadt von den
Byzantinern befestigt und von
Venezianern erobert. Koron (Koroni) und Medon (Methoni) wurden zu den wichtigsten Versorgungshäfen der Venezianer, auch „Augen Venedigs“ genannt. Es war die strategische Lage, die ihnen Machtstellung in der Ägäis gab. Hier landeteten die Handelsgaleeren der Markus Republik. Sie brachten Übersiedler nach Candia (Kreta) und Pilgerscharen ins Heilige Land, Waren aus Konstantinopel, aus dem südlichen Mittelmeerraum und nach Venedig.
Drei Jahrhunderte lang dauerte die
Herrschaft der Venezianer. Danach wechselten sich Türken, Spanier und wieder Venezianer ab. Schließlich wurde Koroni von den Franzosen in den Jahren der griechischen Revolution 1828 befreit und einige Jahrzehnte später durch ein
schweres Erdbeben zerstört. Die
Burg aus dem 13. Jahrhundert mit ihren imponierenden
Festungswerken und Bastionen ist heute zu sehen. Entlang der letzten Häuser führt der Weg dahin. Das
Nonnenkloster Aghios Prodromos, dessen eine Seite die Mauer der Burg ist, liegt romantisch zwischen Gärten.
Methoni
Im Südwesten der Halbinsel Pilia zwischen üppigen Wein- und Korinthenbepflanzungen, von dichten Olivenhainen und Zitrusplantagen umgeben liegt das kleine Städtchen, sehenswert wegen seiner gut erhaltenen
Festung aus dem 13. Jhdt. . Eine Brücke führt in die Festung, die auf einer
Halbinsel der vorgelagerten Insel Sapientza liegt. Seit der antiken Zeit bewohnt und erst im
Jahr 1828 n.Chr. sind die Einwohner aus der Festung in das heutige Dorf umgesiedelt worden.
Pylos - Navarino
Einige Kilometer nördlich von Methoni an der westlichen Küste Messiniens, in der
Navarino Bucht, malerisch gelegene Kleinstadt. Bescheidenes Städtchen am Naturhafen der Bucht, wird heute von zahlreichen Jachten und Fischerbooten angelaufen. Die
heutige Stadt, die einst Navarino hieß, entstand erst im
Jahr 1573 von den Türken, die hier oberhalb des Hafens eine
Festung errichtet hatten. Die Festung sollte die Südeinfahrt der Bucht gegen fremde, damals gegen venezianische, Angriffe sichern. Auf der Platia von Pylos sieht der Besucher heute ein
Denkmal mit den Namen dreier Admirale, Codrington, de Rigny und Heyden und Kanonen der Schiffsgeschütze, zur Erinnerung an die Schlacht von Navarino. Der Hafen von Pylos wurde am
20. Oktober 1827 zum Schauplatz der Geschichte, als die Großmächte Rußland, Frankreich und England beauftragt waren den
Waffenstillstand zwischen den griechischen Freiheitskämpfern und den Türken herbeizuführen. Durch ein Mißgeschick der ägyptisch-türkischen Flotte im Hafen von Navarino war die Flotte der Allierten gezwungen, in den Hafen einzulaufen, um Stärke zu zeigen. Während sich die Flotten im engen Raum versuchten zu verständigen,
löste sich ein Kanonenschuss der ägyptisch-türkischen Flotte, worauf der englische Admiral das Zeichen zum Angriff gab. Eine gewaltige Seeschlacht, die nur einige Stunden dauerte, brachte aber nur Trümmer und Leichen,
die türkische Flotte war demontiert, bei den Griechen war der Jubel groß und gleichzeitig der
Beginn der endgültigen Befreiung Griechenlands.
Nestor Palace
Oder auch Palast von Ano Englianos genannt, ein
mykenischer Palast, der
neben Olympia die wichtigste Sehenswürdigkeit an der westlichen Küste des Peloponnes ist. Man erreicht die Stelle durch die sanfte, hügelige Landschaft Messiniens ca.
17 km nördlich von Pylos. Endeckt wurde der Palast
kurz vor dem 2. Weltkrieg durch den amerikanischen und griechischen Archölogischen Dienst. Der Nestor Palast
liegt auf einem rechteckigen Hochplateau (170 m lang und 90 m breit), welches nach allen Seiten steil abfällt –
Sitz des Nestor, Königs von Messinien, um
1400 v. Chr. gebaut und schon ein Jahrhundert später, wahrscheinlich durch Dorier, wieder zerstört. Die Anlage besteht aus dem
Hauptgebäude mit dem Thronsaal, einem
Repräsentationsgebäude, den
Werkstätten und einem
Weinlager. Funde aus dem Palast und den Ano Englianos Gräbern sind im
Nationalmuseum von Athen zu sehen. Im
kleinen Museum von Chora kann der Besucher einige
Funde aus dem Nestor Palast, aber auch Goldfunde aus zahlreichen anderen Gräbern der Region bewundern.
Inseln Sfaktiria, Pilos, Chelonaki Sfaktiria
Eine
unbewohnte, flache, relativ kleine Insel, die der
Navarino Bucht vorgelagert ist. Auf der Insel gibt es einige Denkmäler, die an
die Schlacht von Navarino erinnern, u.A. das
Grab der russischen Soldaten und des
Philhellenen Santarosa. Südlich der Sfaktiria liegt die
Pilos Insel und nördlich der Stadt Pylos in
der Mitte der Bucht die Chelonaki Insel. Hier auf der ebenso
unbewohnten Insel können Sie das Grab
der englischen Soldaten besichtigen.
Voidokilia
Nur einige Kilometer nördlich von Pylos liegt das
große Natura-Gebiet der Voidokilia (Rinderbauch) und der
Osmanaga-Lagune - feinsandige, reizvolle Dünenlandschaft.
Auf dem Boden der Lagune und der Sandbank gibt es
Spuren von Häusern aus antiker Zeit. Man vermutet, daß hier in der Bucht von Voidokilia einst der
Hafen des Nestor-Palastes lag. Nestor,
Messiniens sagenhafter König, führte von hier aus
70 Schiffe gegen
Troja.
Filiatra
Auf halber Strecke
zwischen Gargaliani und Kyparissia liegt das kleine Städtchen mit seinen ca. 5000 Einwohnern, ein bescheidener, ruhiger Ort mit einem kleinen „Eifelturm“ am Ortseingang von Filliatra. Der
Abstecher hierher ist
jedoch lohnenswert wegen der Bischofskirche „Metamorfosi Sotiros“ (Verklärung Christi), aus dem
Jahre 1070. Die Kirche gehört zu den ganz
seltenen Bautypen Griechenlands der Achtstützenkirchen. Neben dieser gibt es nur noch die Aghii Theodori in Mistras und die Aghia Sofia in Monemvassia.
Kyparissia
Nördlich von Filliatra zieht sich die Stadt mit ihren 7.000 Einwohnern
malerisch den Hang von Kyparissia hoch. Die nördlichste Stadt Messiniens und
Hauptsitz der Präfektur Trifilia, eine lebhafte Handelsstadt und
landwirtschaftliches Zentrum der Region – Olivenöl, Vieh, Korinthen sind die Hauptprodukte. Über der Stadt liegt die
mittelalterliche Festung aus dem Jahre 1205, eine fränkische Burg, die an der Stelle der
antiken Akropolis gebaut wurde. In den darauf folgenden Jahrhunderten teilte Kyparissia das Schicksal des übrigen Landes.
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