Anreise
Eigener PKW und Fähre Italien - Patras, Fahrt von Patras zum Westpeloponnes ca. 2 bis 4 Stunden.
Flug nach Athen, Fahrt zum Westpeloponnes ca. 3 bis 5 Stunden.
Flug nach Kalamata, Fahrt zu den Ferienhäusern nach Marathopolis und Agrilos ca. 1 Stunde.
Flug nach Araxos, Fahrt zum Westpeloponnes ca. 1,5 bis 3 Stunden.
Sehenwerte Orte auf dem Westpeloponnes
An dieser Stelle haben wir Ihnen Anregungen und Tipps zusammengestellt, was Sie in Ihrem Ferienhausurlaub auf dem Westpeloponnes alles unternehmen bzw. besichtigen können.
Westpeloponnes – Elis oder auch Ilia genannt
Elis oder Ilia
Damit wird das Gebiet südlich der Halbinsel Killini und nördlich der Stadt Kyparissia bezeichnet, eine ca. 100 kilometerlange Küstenlandschaft des westlichen Peloponnes - ein weites, überwiegend flaches, hügeliges Küstenland mit einer weitläufigen Dünenlandschaft, schönen, feinsandigen Stränden. Elis spielte in der Geschichte schon seit der antiken Zeit eine untergeordnete Rolle – es war ein Gebiet ländlicher Siedlungen, die politische Neutralität und Ruhe war ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des antiken Olympia – ein panhellenischer Versammlungsort und Heiligtum. Erst im 13. Jhdt. n. Chr. gewann Elis an Bedeutung, als das Gebiet Herrensitz der fränkischen Ritter wurde, wegen der nach Westen gelegenen Küsten. Zeugen dieser Vergangenheit ist vor allem die gewaltige Burg von Clairmont oder Chlemoutsi. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region sind
Olympia und der Tempel des Apollo von Bassai.
Pirgos
Hauptstadt der Präfektur mit ca. 30.000 Einwohnern, eine lebhafte Stadt und ein
wichtiger Verkehrsknoten an der Westküste des Peloponnes. Hier kreuzen sich die Wege von Megalopolis und Tripolis mit der Küstenstraße von Pylos nach Patras. Pirgos bietet keine Sehenswürdigkeiten.
Olympia
Eine der bedeutendsten antiken Stätten Griechenlands,
Geburtsort der Olympischen Spiele, neben
Delphi und Delos der dritte Ort, der allen griechischen Stämmen heilig war und in dem sich ihre Jugend zu friedlichen Wettkämpfen traf – das Heiligtum
der Altis (heiliger Hain)
des Zeus. Im 5. Jhdt. v. Chr. entstand hier in der Stadt Elis, einer antiken Siedlung, Bund mehrerer Dorfgemeinschaften, innerhalb von 15 Jahren der
Zeus-Tempel und gilt bis heute als vollkommenstes Beispiel des „strengen Baustils“ - tausend Jahre später durch ein Erdbeben zerstört. Heute sind die
Säulen des Tempels zu sehen, sie gelten vielen Archäologen als die schönsten dorischen Säulen. Einige
Marmor-Metopen mit den 12 Herakles-Taten gibt es im neu errichtetem
Museum von Olympia (2004) zu sehen. Südwestlich des Zeus-Tempels liegt das
Leonidaion, ein großes Gästehaus, gestiftet im Jahr 330 v.Chr.vom Baumeister Leonidas aus Naxos, ein fast quadratisches 75 m x 81 m Gebäude, einer der größten Bauten Olympias – es war die vornehmste Unterkunft der Stätte. Nördlich davon liegt die
Werkstatt von Phidias, gehört zu den interessantesten Bauten in Olympia – die Wände sind bis heute gut erhalten geblieben. Hier hat der Bildhauer die
Zeus-Statue für den Zeus-Tempel erschaffen. Es war aus Gold und Elfenbein,
„das Kunstwerk der Antike“ – eines der sieben Weltwunder. Für die alten Griechen galt es als Unglück zu sterben, ohne den
Zeus des Phidias gesehen zu haben. Leider ist die Statue verschollen. Nördlich vom Zeus Tempel liegt
das Heraion – der Hera Tempel –
der ehrwürdigste Tempel in Olympia. Eines der wichtigsten Stücke dieses Tempels ist der
Ephitos Diskos, eine bronzene Scheibe, auf der spiralförmig der
Vertrag über den Gottesfrieden von Olympia zwischen den Eleiern und den Spartanern aufgezeichnet war. Hier soll auch der
Tisch aus Gold und Elfenbein gestanden haben, auf dem die
Kotinos (Siegeskränze) vor der Verleihung ausgelegt wurden. Östlich des Heraion und unterhalb des
Kronos-Hügels liegt
das Stadion, welches nach der letzten Restauration von 1960 dem Zustand des 4. Jhdts. v. Chr. entspricht. Es ist
das ehrwürdigste Stadion aller griechischen Stadien und beeindruckt heute noch die Besucher trotz seiner Schlichtheit. Das Stadion hat eine
Laufbahn von 214,54 m, die Wettkampflänge jedoch beträgt 192,28 m, dies entspricht dem bekannten griechischen Entfernungsmaß, welches aus 600 Fuß bestand. Auf den leicht ansteigenden Flächen rund um das
Stadion saßen die Zuschauer auf dem Boden, es gab keine Sitzreihen. Nur für die Kampfrichter (Hellanodiken) gab es auf einer zweistufigen Plattform eine Art Loge mit Sitzen. Der Siegespreis, ein
Kotinos, war ein
Kranz aus Olivenzweigen, es war die höchste Ehre, die einem Menschen zugeteilt werden konnte. Die
Olympischen Spiele fanden alle 4 Jahre im August oder September statt. Für den Rundgang durch die Stätte und die benachbarten Museen sollte der Besucher einen ganzen Vormittag einrechnen.
Andritsena
Ein
pittoreskes Bergdorf, etwas landeinwärts der Küstenstraße von Pyrgos nach Tripolis ist ein lohnender Abstecher. Zahlreiche schöne Steinhäuser in einer wunderschönen Gebirgslandschaft bilden das Dorfbild von Andritsena. Eine
private Sammlung, bestehend aus
10.000 Bänden, antike Werke, aber auch Romane des 19. und 20. Jhdts. sowie zahlreiche Schriftstücke über die Freiheitskriege, hat ein wohlhabender Grieche der Bibliothek seines Geburtsortes gestiftet.
Apollo Tempel von Bassai
In der Gebirgslandschaft über Andritsena in einer eindruckvollen Landschaft, hoch über der
Schlucht des Neda-Tales, liegt der
best erhaltene Tempel Griechenlands. Der Tempel liegt
1130 m über dem Meer, der Blick geht bis zum Ionischen Meer. Er ist
um 420 v. Chr. von den Bewohnern von Phigalia als Dank für die Rettung von der
Pestepidemie durch den
Epikurios Apollo errichtet worden. Der Tempel wurde unter Leitung des Baumeisters
Iktinos erbaut (einer der Baumeister von Parthenon). Ein Meisterwerk der klassischen Periode und ein Muß auf der Liste der sehenswerten Orte des Peloponnes.
Kaiafas
Ca. 29 km südlich von Pyrgos erstreckt sich der
See von Kaiafas, getrennt vom Meer durch eine Sandbank, umgeben von Pinienbäumen. Hier
inmitten einer Insel liegt malerisch der
Badeort Loutra Kaiafas. Seit der
antiken Zeit ein bekanntes
Heilbad mit schwefelhaltigen Thermalquellen.
Halbinsel Killini
Der am
weitesten nach Westen gelegene Vorsprung des Peloponnes bildet die
Halbinsel Killini. In der
antiken Zeit hieß die Halbinsel
Chelonatas (Schildkrötenschale), wegen ihrer Form. Die Halbinsel erhebt sich von dem Elis Gebiet ca. 180 m hoch und misst in Nordsüdrichtung ca. 10 km. Ihr
späterer Name ist Chlemoutsi (slawisch bedeutet es „kleiner Berg“).
Burg Chlemoutsi
Oberhalb des heutigen
Dorfes Kastro liegt die impsosante
Festung aus dem 13. Jhdt. v. Chr. , erbaut
von Goeffroy de Villehardouin, aus dem Erlös der beschlagnahmter Kirchengütern, zur dieser Zeit hieß die Burg Clairmont. Später kamen die
Venezianer, die die Burg in
Kastell Tornese umbenannt hatten. Für einige Jahrhunderte regierten hier sogar die
Despoten von Morea, die letzten Könige von Byzanz. Besonders auffällig ist die Tatsache, daß die Burg ohne jeglichen architektonischen Schmuck errichtet ist und trotzdem das
wichtigste Denkmal aus fränkischer Zeit darstellt.
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