
Ilia, auch Elis genannt, ist eine der sieben Präfekturen des Peloponnes und bildet dessen nordwestlichen Teil. Sie grenzt im Norden an Achaia, im Osten an Arkadien, im Süden an Messenien und im Westen an das Ionische Meer. Die Region ist überwiegend flach; insbesondere im westlichen Küstenland wird intensive Landwirtschaft betrieben. Der bergige Teil liegt im Nordosten und Osten an der Grenze zu Achaia, rund um die südlichen Berghänge des Erimanthos (2129 m) und der Lampeia (1797 m).
Kilometerlange, feinsandige Strände, weite Ebenen, Lagunen, eine abwechslungsreiche Hügellandschaft im Süden und imposante Bergketten im Osten prägen diese sonnenreiche Region des Peloponnes. Die Küste Ilias ist überwiegend gerade und flach, lediglich die beiden Kaps bei Katakolon und Kyllini unterbrechen diese Linie. In der Nähe von Pyrgos liegt die Kaiafas Lagune mit ihren Mineralquellen. An der Nordwestküste befindet sich die Lagune von Katochi, bei Kyllini die bekannten Thermalquellen. Hauptorte der Präfektur sind Pyrgos, die Häfen Katakolon und Kyllini sowie das Städtchen Amaliada. Im Landesinneren liegen die reizvollen Bergdörfer Krestena und Andritsena.
Historisch spielte Ilia meist eine untergeordnete Rolle. Schon in der Antike war es eine Region ländlicher Siedlungen und Landgüter. Einzige Stadt mit eigenständiger Bedeutung war Elis (antike Iliada), die – abgesehen von der Akropolis – dörflich blieb. Die politische Neutralität der Region war ein entscheidender Faktor für die Entwicklung Olympias zum panhellenischen Heiligtum und Austragungsort der antiken Olympischen Spiele. Elis war im Altertum zudem die einzige griechische Landschaft, in der Baumwolle angebaut wurde.
Blütezeit erlebte die Region im 13. Jahrhundert, als zahlreiche Burgen und Herrensitze entstanden und Ilia das Kernland des fränkischen Ritterstaates bildete. Heute gehört Ilia zu den fruchtbarsten Gebieten Griechenlands und gilt als „Obst- und Gemüsegarten“ des Landes. Die Flüsse Pinios und Alphios tragen wesentlich zur intensiven Agrarwirtschaft bei. Angebaut werden unter anderem Getreide, Reis, Wein, Baumwolle, Zitrusfrüchte, Oliven, Gemüse und Hülsenfrüchte.
Auch der Tourismus spielt eine große Rolle: Die archäologische Stätte von Olympia zieht jedes Jahr Tausende von Besuchern an. Die Dünenstrände von Kyllini, Skafidia und Kakovatos sind ebenfalls sehr beliebt. Neben Olympia bietet die Region eine Vielzahl byzantinischer Kirchen und mittelalterlicher Burgen von archäologischem und historischem Wert.


Die Wassertemperaturen beginnen im April bei etwa 16°C, steigen im Juni auf ca. 22°C, erreichen im Juli und August bis zu 26°C und bleiben bis Oktober angenehm warm (etwa 22°C). Im November sinken sie auf rund 19°C.
In Loutra Kyllinis finden Urlauber ideale Bedingungen für Wassersportarten wie Wasserski, Windsurfen und Jet Ski. Die langen Sandstrände und das klare Wasser machen die Region besonders attraktiv für Aktivurlauber.
Pirgi und Skafidia bieten Kite- und Windsurf Schulen mit Verleih und Kursen. Dank günstiger Windverhältnisse und breiter Strände zählen diese Küstenabschnitte zu den besten Spots der Region.
Olympia liegt rund 20 km östlich von Pyrgos und ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Griechenlands. Jahrhunderte lang war es ein religiöses und sportliches Zentrum. Hier fanden die antiken Olympischen Spiele statt, deren erster historischer Nachweis aus dem Jahr 776 v. Chr. stammt.
Das weitläufige Ausgrabungsgelände mit Stadion, Tempelanlagen und Museumsgebäuden vermittelt ein eindrucksvolles Bild der antiken Welt. Das Archäologische Museum beherbergt bedeutende Funde, darunter die berühmte Hermes Statue des Praxiteles. Seit 1989 gehört Olympia zum UNESCO Weltkulturerbe.
Rund 75 km südöstlich von Pyrgos, hoch über der Neda Schlucht, steht der Tempel des Apollon Epikourios. Er ist nach dem Hephaisteion in Athen der am besten erhaltene Tempel Griechenlands. Er wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. von Iktinos, dem Baumeister des Parthenon, errichtet. Sein einzigartiger Fries befindet sich heute im British Museum. Seit 1986 ist Bassae UNESCO Welterbe.
Das antike Elis lag in der fruchtbaren Ebene des Pinios. Heute können Besucher die Ausgrabungsstätte und das Museum besichtigen. In der Nähe befindet sich das Dorf Kentro sowie der Pinios Stausee mit seinem imposanten 50 m hohen und über 2 km langen Damm.
Kyllini umfasst die Orte Kastro, Kato Panagia, Neochori, Loutra Kyllinis, Golden Beach und Analipsi. Historisch bedeutsam ist der mittelalterliche Hafen Glarentza, der im 13. Jahrhundert zum wichtigsten Handelshafen der Region wurde.
Die mächtige Festung bei Kastro wurde zwischen 1220 und 1223 erbaut. Dank ihrer strategischen Lage bot sie jahrhundertelang Schutz und Kontrolle über die Region. Heute ist sie restauriert und beherbergt ein Museum. Im Sommer finden hier Musikveranstaltungen statt.
Ein charmantes Bergdorf mit alten Steinhäusern, schattigen Platanen und großartigen Aussichten. Die ruhige Lage macht es ideal für Wanderungen.
Die Hauptstadt der Präfektur ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Sehenswert sind besonders die Markthallen aus dem 19. Jahrhundert, entworfen vom deutschen Architekten Ernst Ziller.
Der wichtigste Hafen der Region wird von vielen Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Die Hafenpromenade bietet Souvenirgeschäfte, Cafés und Tavernen.
Ein byzantinisches Nonnenkloster aus dem 12. Jahrhundert, etwa 2,5 km südöstlich von Kyllini. Besonders sehenswert sind die Wandmalereien und die Ikone der Panagia Vlacherna. Am 8. September findet jährlich ein großes Pilgerfest statt.
Der Peloponnes zählt zu den bedeutendsten Weinregionen Griechenlands. Hier wachsen Trauben wie Agiorgitiko, Mavrodaphne, Moschofilero, Robola, Syrah oder der italienische Negroamaro. In Ilia findet man hervorragende Weiß- und Rotweine. Empfehlenswert ist eine Tour entlang der Weinstraße beim Dorf Korakochori.
Mit dem Flugzeug:
Athen: ca. 3 Std. Fahrt zu den Ferienhäusern
Kalamata: ca. 2 Std. Fahrt
Mit der Fähre:
Ab Venedig, Ancona, Bari oder Brindisi nach Patras.
Von Patras: ca. 2–3 Std. Fahrt zu den Ferienhäusern.
Etwa 6 km südlich des Hafens von Kyllini und unterhalb des Ortes Kastro liegt der Strand von Analipsi. Nur wenige Schritte davon entfernt, in einem Olivenhain, befinden sich die Ferienhäuser Dionisios und Nikos. Direkt oberhalb des Strandes liegen die Ferienwohnungen Ithaka 1 und Ithaka 3, die sich einen Pool teilen.
An der Südküste Ilias, am langen Dünenstrand von Kakovatos, liegt das typisch griechische Dorf mit Platia, Kirche, Kafenions, Lebensmittelladen und Tavernen. Hinter den Dünen stehen die Ferienhäuser Nikos.