Zypern ist die drittgrößte Insel des Mittelmeers und liegt vor der Küste Kleinasiens, politisch und kulturell gehöhrt sie zu Europa. Zypern ist seit 2004 Mitgleid der Europäischen Union und hat seit 2008 den Euro als Währung. Trotz einer überwiegend griechischen Bevölkerung ist die Insel jedoch kein Teil Griechenlands, sondern ein eigener Staat. Der Nordteil nimmt dazu noch eine Sonderrolle ein, er nennt sich Türkische Republik Nordzypern, wird völkerrechtlich jedoch nicht anerkannt.
Anreise
Zypern verfügt über zwei internationale Flughäfen, in Larnarca und in Paphos. Mit Direktflügen unter anderem von Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, München und Stuttgart ist Zypern sehr gut von Deutschland aus zu erreichen. Das Angebot besteht überwiegend aus Charterflügen der großen Reiseveranstalter, aber auch ein Blick zu den Billigfliegern lohnt sich. Hier bieten besonders die Airports in Düsseldorf, Köln/Bonn und Frankfurt am Main gute Angebote. Die Einreise in die Republik Zypern ist unkompliziert, da dass Land seit 2004 Mitglied der Europäischen Union ist. Flug nach Zypern dauert von Deutschland aus ca. 3 Stunden.
Geschichte Ägypter, Perser und Alexander der Große regierten die Insel, später wurde die Insel Teil des römischen Reiches und einige Jahrhunderte später, gehörte sie zum Byzantinischen Imperium. Die Franken haben die Insel an die Venezianer vermittelt, die über 300 Jahre die Insel als wichtigen Knotenpunkt ihrer Handelsrouten zwischen Asien und Europa nutzten. Ab 1571 gehörte die Insel zum Osmanischen Reich, 1878 wurde sie an Großbritannien verpachtet. Aus der Verpachtung wurde eine Besetzung und so war Zypern bis 1960 eine Kolonie des Englischen Königreichs. Im Jahre 1960 gewann Zypern ihre Unabhängigkeit und ca. 14 Jahre später folgte die türkische Invasion auf die Insel. Der nördliche Teil der Insel, das Mesogaia Tal und der Famagusta Hafen wurde von den türkischen Invasoren besetz. Dieser Teil, heute Nordzypern genannt, umfasst ca. 37% des Territoriums der Insel und ist ein eigener Staat. Dieser wird nur von der Türkei anerkannt. 1974 flüchten 200.000 griechische Zyprioten in den Süden der Insel, wo sie bis heute leben. Ein bis heute geteiltes Zypern ist die Folge.
KlimaHeiß geht es zu auf Zypern: zwar herrscht hier wie im ganzen Mittelmeerraum mediterranes Klima vor, auf Zypern kommt jedoch noch eine deutliche kontinentale Prägung hinzu. Die Folge: die Temperaturen liegen zum Teil merklich höher als am nördlichen Mittelmeer. Regen fällt in den Hochsommermonaten quasi gar nicht, dafür fegt schon mal ein heißer Wüstenwind über die Insel. An Spitzentagen zeigt das Thermometer 45° Celsius und mehr. Im Schnitt werden im Juli und August 36 Grad erreicht. Und auch das Mittelmeer ist nirgendwo so warm wie rund um Zypern. Ideale Urlaubsmonate sind daher eher April, Mai, September und Oktober. Auch im Winter ist es auf Zypern angenehm, meist liegen die Temperaturen dann bei 15-20°, manchmal auch darüber.
SträndeCa. 300 Kilometer lang ist die Küste Zyperns, die sich von Paralimni im Osten bis an die Bucht von Chrissochous im Westen entlang des südlichen Teils erstreckt – genug Platz für alle möglichen Aktivitäten am und im Wasser. Zyperns Strände taugen zum Schwimmen, zum Bootfahren, Jetski-fahren, Surfen, Tauchen Segeln und vieles mehr. Die meisten Strände sind Sandstrände, zwischendurch gibt es jedoch auch Abschnitte mit Kies. Die Wasserqualität des Mittelmeeres ist auf Zypern besonders gut, regelmäßig erreichen fast alle Strände die Bestnote der EU. Schöne Strände gibt es im Süden der Insel um Paphos und Limasol, im Osten bei Aghia Nappa und im Westen bei Latsi und Aghia Mariana. Sehenswürdigkeiten auf Zypern
An dieser Stelle haben wir einige interessante Orte und Sehenswürdigkeiten zusammengestellt, die sie von ihrem
Ferienhaus auf Zypern aus besuchen können.
Die Hauptstadt Nikosia mit heute ca. 300.000 Einwohnern ist das Zentrum des Landes und liegt genau an der Teilungslinie zwischen griechischem Süden und türkischen Norden. Seit 1983 wird die Stadt durch eine "Grüne Linie" geteilt, die von Friedenstruppen der Vereinten Nationen, der United Nations Peacekeeping Force in Cyprus (UNFICYP), überwacht wird.
Außerhalb der Altstadt zeigt sich Nikosia wie viele andere moderne Städte, verkehrsreich, mit vielen Hotels und Industrievierteln. Die pittoreske Altstadt innerhalb der alten Stadtmauer ist dagegen ein Kleinod. Traditionelle zypriotische Läden findet man hier, daneben locken Kneipen und Restaurants. In den letzten Jahren wurden viele alte Gebäude saniert, sie zeigen wieder ihre ganze mittelalterliche oder venezianische Pracht.
Pissouri ist ein kleiner Ort an der Südwestküste Zyperns. Für viele liegt es an einer der schönsten Buchten der Insel – ideal für einen Urlaub im Ferienhaus. Direkt am Meer liegt Passouri Bay, der moderne Küstenort, 4 Kilometer im Landesinneren liegt das alte Dorf, typisch zypriotische und romantisch am Hang gelegen.
Das Zypern-Museum in Nikosia beschäftigt sich mit der Kulturgeschichte der Insel, vom Neolithikum bis zur Zeit der Römer. In der Vergangenheit wurden wichtige archäologische Funde von der Insel geklaut, dennoch zeigt das Museum eine interessante Sammlung.
Wer mehr Lust auf das Altertum hat, sollte die Antike Stadt Kurion besuchen. Es handelt sich um ein altes Stadtkönigreich, von dem insbesondere das Theater erhalten ist. Zu sehen sind außerdem die Überreste einer frühchristlichen Basilika und ein antikes Stadion für 6.000 Menschen.
Prägend für Zypern sind zahlreiche Klöster – sehenswert sind zum Beispiel das Kloster Kykko hoch oben im Troodos-Gebirge. Es beherbergt eine Marien-Darstellung, die vom Evangelisten Lukas stammen soll. Interessant ist auch das Kloster Stavrovouni – es ist das älteste Kloster der Insel. Beim Besuch aller Klöster ist auf angemessene Kleidung zu achten, insbesondere kurze Röcke und Shorts werden als unpassend angesehen.
Besonders südlich des erwähnten Troodos-Gebirges liegen die Weindörfer Zyperns. Wein wird hier seit Jahrhunderten angebaut, vielfach noch auf sehr traditionelle Weise. Viele Menschen in den Dörfern leben vom Weinbau und stellen eigene Weine her. Die kleinen Dörfer eignen sich für Wandertouren oder Ausflüge mit dem Rad – so bleibt genug Zeit, die örtlichen Köstlichkeiten zu probieren.
Zyperns Küche ist von vielerlei Einflüssen geprägt. Dazu haben jeweils die wechselnden Herrschaften und Kulturen beigetragen, unter deren Einfluss die Insel stand. Auf einer kulinarischen Entdeckerreise wird man daher orientalische, griechische und auch britische Einflüsse finden. Moussaka ist so ein typisches Gericht, aber auch ein Bauersalat mit Fetakäse. Bei Afélia handelt es sich um in Rotwein gebratenes Schweinefleisch, bei Tachini um eine gern gesessene Vorspeise.