
Antike Hochkultur, malerische Küsten und fruchtbare Landschaften im Nordosten des Peloponnes.
Die Argolis – auch Argolida genannt – wird oft als der „Daumen“ der peloponnesischen Hand bezeichnet. Sie erstreckt sich zwischen dem Saronischen und dem Argolischen Golf im Nordosten des Peloponnes und umfasst die östliche Küstenlinie von Epidavros bis zur Landspitze bei Porto Cheli und Ermioni im Süden. Im Zentrum der Region liegt eine fruchtbare Ebene, die durch den Anbau von Oliven, Wein und Zitrusfrüchten zu den ertragreichsten Gebieten des Peloponnes zählt.
Nach Westen und Norden wird diese Ebene von Gebirgen eingerahmt, die die Argolis gegenüber Arkadien bzw. Korinthia abgrenzen. Die Region ist landschaftlich äußerst abwechslungsreich und bietet zahlreiche Gründe für eine Reise: berühmte antike Stätten wie Mykene, Epidavros, Tiryns, Nemea oder Argos gehören zu den klassischen Höhepunkten Griechenlands.
Die Küste zeigt sich verspielt gegliedert, mit zahlreichen Buchten, vorgelagerten Inseln, granitartigen Bergen und einzigartigen Biotopen. Hinter langen Stränden öffnet sich ein weites, fruchtbares Land. Wer Meerblick sucht, wird hier garantiert fündig. Vor der Küste liegt eine Insel nach der anderen, kleine Häfen und lebendige Dörfer prägen die Region, deren Bewohner für ihre außergewöhnliche Gastfreundschaft bekannt sind.


Die Wassertemperaturen starten im April bei etwa 16 °C, steigen im Juni auf rund 22 °C, erreichen im Juli und August bis zu 26 °C und bleiben bis Oktober angenehm warm (ca. 22 °C). Im November sinken sie auf etwa 19 °C.
Psili Ammos (Tolo / Assini)
Feinsandiger, seicht abfallender Strand in der geschützten Argolischen Bucht. In den Sommermonaten mit Strandbar, Liegen- und Schirmverleih, ansonsten weitgehend naturbelassen.
Karathonas (bei Nafplion, ca. 3,5 km)
Größte Sandbucht der Region, flach abfallend und ideal für Familien. Gut organisiert mit Strandbars, Liegen, Wassersport, Tavernen und Cafés.
Iria
Langer, feiner Kiesstrand südlich von Nafplion; weniger touristisch erschlossen und entsprechend ruhig.
Salanti Bucht
Wunderschöner Kieselstrand mit türkisfarbenem Wasser, wenig bekannt und dadurch idyllisch. Rund um Agios Ioannis finden sich viele kleine, romantische Buchten.
Porto Cheli / Ververonta
Kilometerlange Feinkiesstrände; der Chinitsa Strand im Süden der Argolis ist ein schöner, feiner Sandstrand.
Am Strand von Tolo können Sie nahezu alle Wassersportarten ausprobieren: Wasserski, Windsurfen, Jet Ski, Tauchen, Tretbootfahren, Banana Ride, Angeln oder Kanufahren.
Kiten
In Nea Kios, in der Bucht vor Nafplion, bieten professionelle Kite Schulen Unterricht und Materialverleih an.
Tauchen
Tolo verfügt über ein modernes Tauchzentrum mit zertifizierter Schule – geeignet für Freizeit- und Profitaucher.
Website: www.introdive.gr
In einem kleinen Tal nahe dem antiken Hafen entstand das Heiligtum des Asklepios, bereits seit dem 4. Jahrhundert ein bedeutender Wallfahrtsort. Hier fanden alle vier Jahre die Asklepia statt – Feierlichkeiten, Wettkämpfe und Theateraufführungen.
Das berühmte antike Theater von Epidavros gilt als das schönste und akustisch perfekteste Freilufttheater der Welt. Es fasst rund 15.000 Zuschauer und wird bis heute genutzt: Von Mitte Juni bis Ende August finden hier die bekannten Festspiele mit Theater, Oper, Tanz und Konzerten statt (teils mit englischen Untertiteln). Karten gibt es online unter www.greekfestival.gr sowie vor Ort wenige Stunden vor Vorstellungsbeginn.
Neben dem Theater liegt die Kultstätte des Asklepios (UNESCO Welterbe) mit vielen weiteren Anlagen wie Badehaus, Gymnasion, Palästra, der Stoa des Kotys, den Tempeln der Themis und Artemis sowie dem alten Abaton. Für die Besichtigung sollte man einen halben Tag einplanen – besonders ruhig ist es vor 11 Uhr.
Etwa 20 km nördlich von Nafplion liegt die mykenische Burg mit ihren gewaltigen Grabanlagen, eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Griechenlands.
Berühmt sind das Löwentor (ca. 1250 v. Chr.), die kyklopischen Mauern, das Grab der Klytaimnestra, die Schachtgräber A und B sowie das eindrucksvolle Schatzhaus des Atreus, auch als „Grab des Agamemnon“ bekannt. Viele Funde befinden sich heute im Nationalmuseum in Athen. Die maßgeblichen Ausgrabungen erfolgten im 18. und 19. Jahrhundert, zuletzt durch Heinrich Schliemann.
Mehr Informationen: www.namuseum.gr
Die Burg von Tiryns liegt etwa 5 km vor Nafplion, direkt an der Straße. Sie ist kleiner als Mykene und daher leicht zu erkunden. Erste Siedlungen gab es bereits im 3. Jahrtausend v. Chr., Ausgrabungen erfolgten ab 1884 durch Schliemann und Dörpfeld.