
Das schmale Küstenland des Peloponnes zwischen den nördlichen Randgebirgen Arkadiens und dem Golf von Korinth heißt Achaia. Nach Osten grenzt die Region an Korinthia, im Südwesten an Ilia und nach Süden an Arkadien. Im Norden wird es vom Korinthischen Golf, dem Golf von Patras, und im Westen vom Ionischen Meer umspült. Saubere kilometerlange Strände, hübsche kleine Orte an der Küste und im Landesinneren, interessante Hafenstädte, zahlreiche historische Klöster, Olivenhaine, riesige Orangen-Plantagen, gewaltige Berge, Seen und Schluchten bilden diese Region des Nordpeloponnes. Achaia ist touristisch weniger erschlossen als andere griechische Urlaubsregionen. Den Besucher erwartet eine schöne, intakte, noch unentdeckte Natur. Vor der Küste und den Tälern dieses Gebietes findet sich ein fruchtbares Ackerland, das durch den Anbau von Oliven, Getreide, Wein und Korinthen zu den fruchtbarsten Gebieten des Peloponnes zählt. Das kommerzielle Zentrum und die Hauptstadt der Präfektur ist die Hafenstadt Patras. Aufgrund der Fährverbindungen von und nach Italien gilt Patras als Eingangstor Griechenlands auf diesem Weg.
Reisende durchfahren Achaia meist nur zum westlichen und südlichen Teil des Peloponnes, da es in dieser Region kaum Sehenswürdigkeiten von größerer Bedeutung gibt. Für den individuell Reisenden ist es ein Grund, ungestört vom Touristensverkehr hier einige Ausflüge zu unternehmen.

Der Badetourismus erstreckt sich entlang des nördlichen Küstenstrichs am Korinthischen Golf, westlich des Ortes Aigira bis vor Rio und Patras, sowie an der westlichen Küste Achaias bei Kalogria und ist vor allem bei der einheimischen Bevölkerung beliebt. An den nördlichen Hängen des Chelmos befindet sich das gut ausgebaute Skigebiet von Kalavryta, mehrere Klosteranlagen und wunderschöne Wanderwege. Baden, Radfahren, Wandern und vielseitige historische Exkursionen machen diese Präfektur für die Besucher interessant. Der bergige Teil dieser Region ist ideal für den Öko-Tourismus, besonders um die Gebirgsketten von Helmos, Erimanthos und Kalavryta.

Die Wassertemperatur startet im April bei 16°C, liegt im Juni bei 22°C, hat die wärmsten Temperaturen im Juli und August mit bis zu 26°C, bleibt bis Oktober mit 22°C schön warm und geht im November zurück auf 19°C.
Die kilometerlangen Kiesstrände an der nördlichen Küste Achaias bei Platanos, Alykes, Nikolaika und die kleinen Orte am Korinthischen Golf verfügen über eine intakte Infrastruktur. Südlich der Stadt Patras liegt das Araxos Kap mit seinem langgezogenen Sandstrand Kalogria, dem dahinterliegenden Biotop Strofilia und dem Kalogera See. Östlich des Araxos Kaps, an der westlichen Küste Achaias, liegt der schöne, feine Kiesstrand von Grinitsa mit Strandbars und Sonnenliegenverleih.
Kiten: Am Kap von Rio bei Patras bieten qualifizierte Kite-Schulen Unterricht an.
Die Hafenstadt mit ihren ca. 200.000 Einwohnern ist die größte Stadt des Peloponnes und die drittgrößte Stadt Griechenlands, ein wichtiges Industrie- und Wirtschaftszentrum. Der Hafen mit seinem regen Schiffsverkehr von und nach Ancona, Venedig, Brindisi und Bari ist das Eingangstor zum Peloponnes.
Rio liegt direkt am Meer ca. 10 km nordöstlich von Patras an der engsten Stelle zwischen dem Peloponnes und dem Festland. Bis 2004 war der ständige Fährverkehr von Rio nach Antirio die einzige Verbindung vom Peloponnes auf die gegenüberliegende Küste des Festlandes. Kurz vor den Olympischen Spielen Athens am 8. August 2004 wurde die 2,2 km lange Hängebrücke „Charilaos Trikoupis“ feierlich zur Benutzung freigegeben. Der Bau der Schrägseilbrücke dauerte ca. 4 Jahre und kostete ca. 700 Millionen Euro.
Bewaldete Hänge, rauschende Flüsse, ein Skigebiet und eine Zahnradbahn, der berühmte Odontotos, der den Helmos erklimmt, um die „Stadt-Station“ Kalavryta zu erreichen. Die Route von Diakofto bis Kalavryta ist seit über einem Jahrhundert zu jeder Jahreszeit sehr beliebt. Zwischen Tunneln, senkrechten Felsen und dem Fluss Vouraikos klettert der malerische Zug in seinem eigenen Tempo auf die grünen Hänge von Helmos.
Auf der Nordwestseite von Helmos bei Vathi Laka und auf einer Höhe von 1650 m bis 2340 m liegt das Skigebiet von Kalavryta. Hier gibt es den höchsten Ski-Lift Griechenlands, der dem Besucher eine herrliche Aussicht bis hin zum Korinthischen Golf und der gegenüberliegenden Küste des Festlandes bietet. Seit 1988 in Betrieb, verfügt es über 7 Liftanlagen, 12 Pisten mit Buckelpiste, Freestyle SnowPark, Langlaufstrecke und Schneemobil-Touren. Parkplätze, Cafés, Restaurants, Skigeschäft, Skischule, Ski-Verleih und Erste-Hilfe-Station sind vorhanden.
Ca. 17 km südlich der Stadt Kalavryta und ca. 60 km nördlich von Tripolis, nah des Dorfes Kastria, in den Kalksteinen des Berges Amolinitsa, im bergigen Volumen von Helmos, auf einer Höhe von etwa 850 m, findet sich die Höhle der Seen. Die gesamte erforschte Länge beträgt 1980 m, für Besucher sind ca. 500 m zugänglich. Die Höhle bietet 13 Seen auf drei verschiedenen Ebenen und beeindruckende Naturformationen.
Oberhalb des Weilers Zachlorou schmiegt sich an der 100 m hohen Felswand das historische Kloster Mega Spileon. Gegründet im Jahr 840, beherbergt es die historische Kirche Panaghia Chrisospiliotissa und ihre Marienikone aus dem 9. Jahrhundert.
Ca. 5 km südlich von Kalavryta am Westhang des Helmos liegt das Kloster von Aghia Lavra aus dem 10. Jahrhundert. Das Kloster wurde während der Freiheitskriege um 1821 ein Zentrum des Widerstandes.
An der nordwestlichen Küste des Peloponnes, zwischen Patras und Aigio, eingebettet zwischen dichten Olivenhainen und Zitrusplantagen, findet sich direkt am Meer der kleine Landvorsprung von Mpouka unterhalb des Dorfes Kamares. Ca. 7 km westlich von Aigio direkt am blauen Meer liegt der kleine Ort Selianitika. In diesen friedlichen Umgebungen stehen moderne Ferienhäuser wie „Athina-Georgia“ mit Pool und das charmante Ferienhaus „To Meraki“ in Selianitika.